Detaillierte Beitrags-Information

Zurück zur Liste

Beitragstitel Betreiben von Arbeitsstätten
Autoren
  1. Uwe Dünkel STRABAG AG Vortragender
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • A+A2021 Iventic Submission
    • Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz
Abstract-Text Die Arbeitsstättenverordnung und seine konkretisierenden Regeln beschreiben faktisch die Schutzziele für Arbeitsstätten, Arbeitsräume und Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betreiben von Arbeitsstätten. Aber sie lässt auch Spielraum für nicht „dauerhaft eingerichtete“ Arbeitsplätze im Sinne des § 2 Abs. 3 ArbStättV.
Dieser Beitrag zeigt an realen und anonymisierten Praxisbeispielen ein nicht unerhebliches betriebliches Spannungsfeld auf. Es entsteht im Zusammenhang mit den Anforderungen aus den Beurteilungen der Arbeitsbedingungen nach § 5 ArbSchG i. V. in Korrelation zu den Anforderungen des § 3 der ArbStättV (Gefährdungsbeurteilung) und dem Tätigkeitsbezug zur BetrSichV § 2 (Verwendung).
Vor allem beim Betreiben von Gebäuden (Facility Services), in dem sogenannte Technische Gebäudeausrüstungen (TGA) meist durch Dritte (FM Dienstleister) betrieben werden, halten sich hartnäckig Missverständnisse in der Auslegung von Pflichten und Verantwortungen beim Anlagenbetrieb.
Die reine Existenz einer „Fläche“ oder eines „Raumes“ rechtfertigt deshalb nicht grundsätzlich die Anwendung normierter Arbeitsschutzregeln. Sind Flächen und Räume für die TGA vorgehalten, fallen sie nicht unter §2 Abs. (3)- "Arbeitsräume sind die Räume, in denen Arbeitsplätze innerhalb von Gebäuden dauerhaft eingerichtet sind."
Solche Räume sind dann in der Regel auch nur einen besonderen und vor allem berechtigten Personenkreis zugänglich. Das wären mit hoher Wahrscheinlichkeit die "Befähigte Personen" sein, die an den Anlagen arbeiten, oder Menschen, die um die besonderen Gefährdungen in elektrischen Betriebsräumen besonders unterwiesen sind.
Dieser Vortrag soll einen Beitrag zum gemeinsamen Verständnis leisten und somit auch die Rechtskonformität aller Beteiligten erhöhen, vor allem zwischen Auftraggebern (Inhaber der Sachherrschaft) und Auftragnehmern (technische Dienstleister) beim Betreiben von Gebäuden.
Präsentation Präsentations-Datei ansehen