Di., 17.03.26 um 14:30 - 15:30 Uhr

Die Dolmetscherin: Wie eine neue Sprachprofession Geschichte schrieb - Titus Müller

 Titus Müller - © Sandra Frick Titus Müller - © Sandra Frick

Bereits mit dem ersten Plenarvortrag wagt sich unsere Tagung auf neues Terrain und adressiert Zeitgeschichte mit sprachlichem Hintergrund: die Entstehung des Simultandolmetschens, einer der anspruchsvollsten sprachlichen Fertigkeiten, an unserem Standort Nürnberg. Der Historiker und Bestsellerautor Titus Müller hat dieses Thema eingehend recherchiert und in seinem Roman Die Dolmetscherin zu einer spannenden, authentischen Geschichte verarbeitet. Passend zu der Ausstellung des BDÜ, die wir ebenfalls an unsere Tagung holen konnten, wird er uns die sprachlichen Hintergründe der Nürnberger Prozesse erläutern, der ersten monumentalen internationalen Gerichtsverhandlungen, auf die die ganze Welt blickte. Illustriert mit kurzen Passagen aus seinem Roman, nimmt uns Titus Müller mit in eine Zeit, die schreckliches Leid zu überwinden suchte und Hoffnung auf Verständigung und Frieden aufkeimen ließ.

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik. 2002 veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman. Es folgten siebzehn weitere Romane, zuletzt Die Dolmetscherin. Seine Trilogie um Die fremde Spionin brachte ihn auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde auch von Geheimdienstinsidern gelobt. Titus Müller wurde mit dem C.S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet und ist Mitglied im PEN.

 

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